454Fre, 12. August 2005 11:56 CET
Author:news
12. august 2005 nz [...] Angelina Jolie ist nun auch Staatsbürgerin Kambodschas. König Norodom Sihamoni wollte der Schauspielerin damit danken.
«Als ich nach Kambodscha kam, hat es sich irgendwie wie Heimat angefühlt.... hat Hollywoodstar Angelina Jolie einmal über ihre Liebe zu Kambodscha gesagt.
...Jolie kehrt immer wieder in das an Thailand und Vietnam grenzende Land zurück, seitdem sie es bei den Dreharbeiten zu «Beyond Borders» vor drei Jahren kennengelernt hatte. Im gleichen Jahr hatte sie den mittlerweile vier Jahre alten kambodschanischen Waisenjungen Maddox adoptiert. Sie erstand kurz darauf ein Anwesen in Samlot in der nordwestlichen Battambang Provinz und investierte rund fünf Millionen Dollar in den Wiederaufbau eines vom Krieg zerstörten Gebietes. [...]
http://www.netzeitung.de/entertainment/people/352779.html
402Die, 05. Juli 2005 16:22 CET
Author:Elly Marks
Ich half einem kleinen Mädchen auf der Strasse ihre entlaufene Ratte wieder einzufangen. Als Dank nahm sie mich mit nach Hause und erzählte ihrem Vater die ganze Geschichte. Er war froh, dass alles so gut gelaufen war, denn in wenigen Stunden würde die Hochzeit seiner Schwester stattfinden und sie durften nicht zu spät kommen. Aber seine Tochter wäre untröstlich gewesen, hätte sie ohne ihre Ratte aufbrechen müssen.
Als wir den Tempel erreichten, waren alle schon versammelt und berieten sich.
Die Braut war verschwunden. Der Bruder machte sich Vorwürfe und gab Anleitungen, wie vorzugehen sei. Nach einer Stunde vergeblichen Suchens wurde das Mädchen auf dem Dach des Tempels erblickt, wie sie sich räkelte und ihr letztes Stündchen Freiheit genoss. Alle waren erleichtert und anstatt wütend zu werden, umarmten sie sie überschwänglich und das Fest nahm seinen Lauf.
Als ich mich auf den Rückweg machte, waren die Strassen vollkommen verlassen.
Es war niemand da, mit dem ich hätte meine Freude teilen können, und so summte ich stattdessen leise vor mich hin.
Während des Reisens wird mir unsere Vergänglichkeit viel bewusster, Menschenleben kreuzen sich, ohne scheinbaren Grund. Wenig später lösen sich die Begegnungen wieder in Luft auf, als hätten sie gar nie stattgefunden, als wären es nur Träume gewesen.
Die Wirklichkeit ist also doch nur ein Traum.
Es ist gut so.
Etwas hat sich in mir verändert.

337Mit, 22. Juni 2005 13:03 CET
Author:Elly Marks
Noch so ein sportlicher Tag. Aber heute geht es schon besser als gestern, der Schnaps hat Wunder gewirkt. Und die Sonne scheint, das hilft auch, wirft ein neues Licht auf das Ganze. Ein bisschen vermisse ich meinen Liebhaber schon. Es scheint eine Ewigkeit her zu sein, seit wir uns zum letzten Mal geküsst haben. Ich sitze gerade in einem Park auf einer Bank und schreibe. Es gefällt mir gar nicht, dass mich diese Typen dort so beobachten. Was wollen die von mir? Vielleicht sollte ich lieber gehen.
Sie rissen mir das Heft aus der Hand, machten Kommentare zu meiner Handschrift. Ich glaube kaum, dass sie etwas entziffern konnten, aber sie fanden es ungemein lustig. Dann wurden ihre Gebärden immer obszöner. Ich wurde sauer, stand wie ein Blitz auf, donnerte sie an und schnappte mir das Manuskript. So etwas hatten sie nicht erwartet und bis sie sich wieder sammeln konnten, hatte ich mich schon aus dem Staub gemacht.
Nochmals Glück gehabt, aber unangenehm war es auf jeden Fall.
Am Abend wollte ich ins Theater, aber ich hatte Pech und es schien so etwas wie ein geschlossener Anlass zu Ehren von Sung II Jong stattzufinden, dem ganzen Pomp nach zu schliessen. Nun ja, es sollte wohl nicht sein. Schade.

286Die, 14. Juni 2005 12:10 CET
Author:Elly Marks
238Mon, 06. Juni 2005 11:12 CET
Author:Elly Marks
Da sich die Sängerin aus dem Staub gemacht hatte, nahm ich das Schiff zurück nach Kyushu. Ich hatte genug von diesem traurigen Ferienparadies. Auf dem Deck paarten sich Millionen von Insekten, gaben sich einer unbändigen Orgie hin. Tiere kennen einfach keine Scham. Ob den Menschen gedient wäre, wenn sie es ebenso hielten?

235Son, 05. Juni 2005 11:10 CET
Author:Elly Marks
Wir nahmen zusammen ein Taxi in die Pension und legten uns schlafen. Als ich später im gleichen Take-Away-Laden wie zwei Wochen zuvor mein Mittagessen einkaufte, freute ich mich, als die Verkäuferin mich wieder erkannte. Danach versuchte ich den ganzen Nachmittag lang, wie versprochen, die Frau aus der Bar zu erreichen, um sie zu treffen. Sie war spurlos verschwunden. Ich machte mir Sorgen um sie, hoffte, dass ihr nichts zugestossen ist. Am Abend bin ich mit Kouta auf den chinesischen Markt essen gegangen. Schweinsohren, das soll gesund sein für die Haut. Er ass zweimal so schnell wie ich. Danach feierten wir seinen letzten Abend. Er musste bald nach Tokio zurück. Im oberen Stock tranken wir und schauten einem Elefanten zu, der in ein Hochhaus eingebrochen war - im Fernsehen wurde das Ganze zu einem Drama erster Klasse emporstilisiert. Ich schrieb meinem Freund, der in Fukuoka geblieben war, vermisste ihn. Die anderen lachten mich aus. Sollen sie doch.

230Sam, 04. Juni 2005 11:08 CET
Author:Elly Marks
Um fünf Uhr früh machte ich mich auf den Weg, um das Schiff nach Naha zu erwischen. Ein Stück weit folgte ich einem Grossvater und seinem Enkelkind, Hand in Hand, beide in Pyjama. Sie machten mich glücklich und gaben mir das Gefühl ein Krümelchen ihres Lebens verzehrt zu haben, ein paar Minuten im Schatten ihrer Existenz verweilt zu haben. Ihre innige Unbekümmertheit steckte mich an. Auf dem Schiff traf ich einige Leute, die ich bereits kannte. Es war wie ein Rückblick auf meine Reise durch die Ryukyu-Inseln. Ein Junge, den ich am Strand getroffen hatte, erzählte mir, dass ihm die Glaskugel, die er mir hatte schenken wollen, ein Tag später in den Händen explodiert sei.
Dann war da Kouta, der mit dem augenbrauenlosen Mädchen hierher gereist war, und der Besitzer der Pension in Naha. Dann noch ein englischer Psychologiestudent, der mir den ganzen Nachmittag lang seine grössten Ängste anvertraute, und noch einige mehr. Am Abend trank ich mit den Jungs aus Naha, die sich fürchterlich verbrannt hatten.
