Melancholie
Da heute mein letzter Tag in Thailand war, wollte ich das Durcheinander in meinem Innern etwas ordnen und noch etwas Besonderes erleben. Ich nahm einen Jeepney zu einem entlegenen Tempel, der berühmt ist für seine zahmen Tiger. Ich streichelte meinen Kummer weg. Das stolze Raubtier liess es sich gefallen, ohne mit der Wimper zu zucken. Mir kamen dabei fast die Tränen. Es ärgerte mich, dass ich so sentimental wurde, konnte aber nichts dagegen tun. Die Mönche gaben vor nichts davon zu bemerken; ich war ihnen dankbar dafür. Im Flugzeug konnte ich endlich weinen, danach fühlte ich mich besser.

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