Home is best
Heute besuchte ich die Familie des Schuhputzjungen und schenkte den Kindern den Igel, unter der Bedingung, dass sie ihn gut behandeln.
Der Onkel zeigte mir den Weg zum Spital, da sich die Blasen an meinen Füssen entzündet haben.
Danach traf ich wie vorgesehen die Typen vom Jeepunternehmen, mit denen ich durch die Steppe fahren wollte. Als ich eintraf, war der Anführer gerade dabei sich zu rasieren und überhaupt waren sie bei weitem noch nicht abfahrbereit. Ich musste mich bemühen, um mich nicht zu ärgern. Meine Tage in diesem Land sind schliesslich gezählt. Um die Zeit totzuschlagen, ging ich mit dem Kumpel des Unternehmensführers im nahe gelegenen Kanal fischen. Wir mussten Essen für unsere Tour beschaffen, da es nachher keine Gelegenheit mehr dafür geben würde. Ich war mir nicht sicher, ob ich besondere Lust hatte diese Fische zu essen. Obwohl, mein Magen war schon mit allem Möglichen in Berührung gekommen, seit ich unterwegs bin.
Ich bin stolz darauf, dass es mich noch kein einziges Mal erwischt hat.
Kotzen widert mich an.
Endlich war es so weit und wir fuhren los. Den ganzen Nachmittag durchquerten wir atemberaubende Landschaften. Ich träumte vor mich hin und liess mich gehen.
Am Abend quartierten wir uns in einer Blockhütte ein. Es war so kalt, dass wir einfeuern mussten. Als ich schon auf meiner Pritsche lag, die Nase ein Eiszäpfchen, schreckte mich ein SMS auf: «Home is best», schickte mir mein Freund aus Fukuoka. «Life is no discovery way.» Damit bin ich nicht einverstanden. Ich vermisse ihn trotzdem.



