Glamour per Post
Wir wollten mit dem Postschiff auf eine kleine Insel fahren, weil dort eine populäre Fernsehserie gedreht wurde. Wir hofften einen Blick auf einen der Stars erhaschen zu können. Auf der Insel blieb uns genau eine halbe Stunde Zeit – ein anderes Schiff zurück gab es nicht. Immerhin sahen wir aus einiger Entfernung ein pubertierendes Mädchen, das eine der Hauptrollen spielte. Für viel mehr reichte die Zeit nicht. Als wir zum Anlegeplatz kamen, war der Seebär, der vor ein paar Tagen versucht hatte mich zu verführen, daran seinen Luxuskahn zu vertäuen. Ich winkte ihm zu, aber er befahl gerade eine ältere Dame herum und ignorierte mich. Wahrscheinlich hatte ich ihn beleidigt. Wir wurden vom hohen Wellengang durchgerüttelt, was ich sehr genoss. Doch Makoto klammerte sich an die Reling, bis ihm die Knöchel weiss hervortraten. Am Nachmittag gingen wir zu dritt barfuss durch den Sumpf zu einem verborgenen Wasserfall. Die Markierungsbojen unterschieden sich kaum vom angeschwemmten Abfall und es war ein Wunder, dass wir es, beschmiert bis über beide Ohren, doch noch bis zu unserem Ziel schafften. Schmutzig wie wir waren, schafften wir es trotzdem ein Auto zu finden, das uns bis ins nächste Dorf mitnahm. Ich kochte für die zwei, die nicht besonders praktisch veranlagt waren. Danach gingen wir hinters Haus, Riesenfledermäuse beobachten.



